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Wie in den Vorjahren mischt das Electronic Beats Festival auch 2012 wieder ordentlich mit. Am Freitag dem 12.10.2012 ist es in der Arena Wien erneut so weit und das Line-Up kann sich wie gewohnt absolut sehen lassen. Da trifft sich einmal mehr die Bohème der musizierenden Zunft und lockt damit wie üblich auch MusikliebhaberInnen und Schöngeister zu recht wieder scharenweise an. Wer dabei sein möchte den britischen Shooting Star JAMES BLAKE, den elektronischen Virtuosen SQUAREPUSHER, den schottischen Jungspund und Zukunftsmusiker HUDSON MOHAWKE sowie die in Berlin beheimateten I HEART SHARKS an den Synthesizern live erleben will, sollte schnell sein. Die Tickets gehen erfahrungsgemäß schneller weg als warme Semmeln.
www.electronicbeats.net/
ELECTRONIC BEATS FESTIVAL 2012
Freitag, 12. Oktober 2012 - Arena Wien, Baumgasse 80
Line-Up:JAMES BLAKE, SQUAREPUSHER, HUDSON MOHAWKE, I HEART SHARKS, HVOB & WOLFRAM
Einlass: 20:00 Uhr
Beginn: 21:00 Uhr
JAMES BLAKE
James Blake kommt aus London, ist 23 Jahre alt und hat eines DER Alben des letzten Jahres herausgebracht. Es heißt genauso wie der Musiker selbst, der aus einer künstlerischen Familie stammt. Sein Vater, James Litherland, spielte Ende der 1960er Jahre bei der englischen Band Colosseum, die vom Blues kam und progressiven Jazz-Rock macht. James Blake selbst kommt vom Dubstep, ist aber ein Pianno Mann des 21. Jahrhunderts. Nachdem er sich vom Instrument seiner Kindheit und Jugend einige Zeit abgewandt hatte, kehrte James Blake wieder an die Tasten zurück, ohne die Produktions-Techniken des Dubstep zu vergessen. Im Sommer 2009 veröffentlichte der ehemalige Student der Popularmusik bei einem kleinen Label seine erste Single, „Air & Lack Thereof". Der Londoner Radio-DJ Giles Peterson, der immer ein Ohr für neue Sounds hat, die er in seiner internationalen Show vorstellt, war sofort ein Fan. Im Frühjahr 2010 kamen drei weitere Stücke unter dem Titel "Bells Sketch" heraus, dann die ausschließlich auf Vinyl erhältliche "CMYK"-EP und schließlich im Oktober 2010 die "Klavierwerke"-EP. Im November dann die Veröffentlichung des so gelungenen, Genre-übergreifenden "Limit To Your Love". James Blake war jetzt nicht mehr aufzuhalten. Im Februar 2011 erschien dann endlich sein Debütalbum. Dass dieser detail-besessene Electronic-Singer/Songwriter auch live spielen und begeistern kann, hat er auch längst bewiesen. Am Electronic Beats Festival in Wien wird er nicht nur mit seinen Hits beeindrucken, sondern auch exklusiv Einblick in die Werke seines in Bälde erscheinenden Nachfolgealbums zu gewähren. Sensationell!
SQUAREPUSHER
Er gilt als recht eigenwillig, etwas unnahbar. Und Interviews absolviert er auch nicht immer mit der größten Begeisterung. Für Tom Jenkinson steht eben seine Musik im Vordergrund, die es zweifelsohne in sich hat: Grob gesagt handelt es sich hierbei um eine abstrakt experimentelle Form von Drum'n'Bass. Manch anderer spricht von „Intelligent Dance Music“, kurz IDM. Mit bisweilen irrwitzigem Beatprogramming und Hochgeschwindigkeitsattacken einerseits und mit einer immanenten Neigung zu Jazz und Improvisation andererseits verfolgt Jenkinson einen recht komplexen, auf Anhieb nicht immer verständlichen musikalischen Ansatz. Squarepusher veröffentlicht seine ersten Platten zunächst bei den Labels Worm Interface beziehungsweise Spymania. Als Aphex Twin einen von Jenkinsons furiosen Live-Auftritten erlebt, verpflichtet er ihn für sein Plattenlabel Rephlex. Zu Squarepushers unverkennbaren Werkzeugen zählen nach wie vor seine Unberechenbarkeit, Wahnwitz, Humor und eine Form von digitalem Brechstangen-Jazz-Funk. Auf der Bühne watscht Jenkinson dazu die Saiten auf seinem Fretless-Bass schneller ab als sein eigener Schatten. Ein Slap-Kobold vor dem Herrn! Egal ob Thomas Jenkinson auf seinem selbst gebauten sechssaitigen Bass mal nach begnadetem Akustikgitarrenspiel, mal nach feurigem Funk klingt, wenn er plötzlich leichtfüßig und flink durch Jazz, Technogefrickel, ja letztlich durch sämtliche mögliche Noten, Harmonien und Skalierungen hüpft. Was an ihm fasziniert, ist die Atmosphäre, die er dabei erzeugt.
HUDSON MOHAWKE
Drei Jahrzehnte nach Gründung von Postcards Records, die mit Orange Juice und den Go-Betweens die New Wave/Post-Punk Epoche geprägt hatten, läuft ihnen ein Jungspund den Rang ab. Youngster Ross Birchard alias Hudson Mohawke - den der Guardian umstandslos zum legitimen Nachfolger und neuen Vertreter des „Sound Of Young Scotland“ kührte - kommt aus Glasgow. „Ich versuche einfach nur Klänge zu kreieren, an die das Ohr noch nicht so gewöhnt ist", umschreibt der Shootingstar sein Schaffen. Beat-Nerd Mohawke, der das DJ-Handwerk von der Pike auf lernte und schon im Alter von 11 Lenzen seine ersten Decks unter dem Weihnachtsbaum fand, mixt nur scheinbar unpassende Zutaten. Der erste Longplayer „Butter“ war nicht nur eine Novelty, sondern entzog sich smart allen Klassifizierungsversuchen. Aqua-Crunk, Wonky oder Bit-crush wurden als neue Termini mit latentem Gaga-Faktor erfunden, um die Musik des einstmals jüngsten Finalisten eines DMC-Battles im UK einzuordnen. Mit modifizierten Soundeffekten von Spielkonsolen, technoidem Geballere, Hitech-Funk, Neon-R&B und unglaublich kaputten Beats entwirft er eine - altavantgardistisch gesprochen - noch nie gehörte Zukunftsmusik. Nicht umsonst gab es angeblich sogar eine Anfrage für die Produktion des letzten Michael Jackson Albums. Krönender geht wohl nicht.
I HEART SHARKS
Es gibt wohl nicht viele Menschen, die von sich behaupten, sie lieben Haie. Wenn, dann handelt es sich um eigenbrötlerische Meeresbiologen oder verschrobene Fischfetischisten, die ihre Nächte vorm Aquarium verbringen, sollte man meinen. Denkste. I Heart Sharks sind nichts davon. Sie kommen aus New York, Bayern und London, getroffen haben sie sich in Berlin. „Wolves“ war die erste EP der Band, sie erschien im Sommer 2010, bevor ein Jahr später im Oktober ihr erstes Album „Summer“ auf den Markt kam. Die geradlinige Akustik ihrer Tracks fordert zum Tanzen auf und zieht weg vom Alltagsstress. Willkommen in der Welt von I Heart Sharks. „One English boy, one German boy, one lost boy", so heißt es auf ihrer MySpace-Page und auch sonst überall, wo es im www etwas über das Trio zu erfahren gibt. Vergleiche zu Friendly Fires und Does It Offend You, Yeah? sind schnell gezogen. Auf ihrer Tour durch die Clubs der Republik verbreiten I Heart Sharks ihren schrägen Elektropop, bei dem kein Auge trocken, kein Tanzbein still und keine Hüfte ruhig bleibt.
HVOB (Her Voice Over Boys)
Das Wiener Projekt HVOB hat gerade erst laufen gelernt und rennt jetzt schon mit Licht-geschwindigkeit der Elektronik-Spitze entgegen. Erst im April 2012 tauchten die ersten losen Schnipsel auf Soundcloud auf und dann ging alles rasend schnell: Oliver Koletzki war von den Hörproben so beeindruckt, dass er die Nobodys für sein Label „Stil vor Talent“ signte. Einem umjubelten Debüt auf dem Urban Art Forms Festival folgte ein Triumph beim deutschen Melt!. Im Oktober kommt die erste EP von HVOB und 2013 steht neben einem Album eine europaweite Debüt-Tour auf dem Programm. HVOB ist kurz für „Her Voice Over Boys“, was die Idee des Projekts gut wiedergibt: HVOB steht für intelligente, zugleich treibende und melodische, anspruchsvolle elektronische Musik - mit durchaus femininem Touch. „Eine betörende Frauenstimme zu meditativen Beats" schrieb die „Berliner Zeitung" anlässlich des Deutschland-Debüts von HVOB. Oliver Koletzki, seit Jahren eine der prägenden Persönlichkeiten in der europäischen Elektronik- und House-Szene, spricht von einem „Aha-Erlebnis beim ersten Reinhören, wie man es ganz, ganz selten hat. So etwas wie HVOB ist einzigartig, und es ist zeitlos." Verantwortlich für den HVOB-Sound ist Anna Müller: Die 25-jährige Wienerin komponiert, produziert und singt. Fertig gedacht und zu Ende produziert werden die Tracks gemeinsam mit Paul Wallner in dessen Studio. HVOB performen auf der Bühne grundsätzlich live, gemeinsam mit einem Schlagzeuger.
WOLFRAM
Der österreichische DJ und Produzent Wolfram Eckert ist vielen eher unter dem Namen Diskokaine oder DJ Marflow geläufig. Im Frühjahr 2011 veröffentlichte er schlicht unter seinem Vornamen sein umjubeltes Debütalbum “Wolfram” auf Permanent Vacation. Auf diesem Album widmet er sich den 90ern, dem Jahrzehnt der Generation X. Allerdings geht er nicht in den Houseclub, sondern wirft sich in den Autoscooter und beschwört mit filigranem Fingerspitzengefühl die Eurodance-Renaissance und hat dafür einige schillernde Gäste am Start. Der gute Mann legt mit seinem Sound mittlerweile die Dancefloors in New York, Moskau, Beirut oder Paris flach und hat in kürzester Zeit eine märchenhafte Karriere hingezaubert. Im Schnelldurchlauf: Irgendwo in Kärnten geboren; der Vater legt zuhause Kraftwerk und Jean-Michel Jarre auf; im lokalen Umfeld werkelt Wolfram als DJ und Produzent und entwickelt ein Faible für Electro-Pop und Italo-Disco; dann der erste Kick: mit zittrigen Fingern legt Wolfram in der FM4-DJSendung „La Boum De Luxe“ auf. Der Host der Sendung ist die heimische Techno-Legende Patrick Pulsinger. Der ist so angetan von Wolfram, dass er ihn gleich zu einem DJ-Auftritt nach New York mitnimmt. Dort wird der Jungspund von einem Club-Betreiber angesprochen, und schwupps war er Resident-DJ in New York. Wolfram remixt Moby gleich mehrfach, legt nebst Lady Gaga auf und holte für sein Debüt-Album Eurodance-Legende Haddaway für ein Gesangs-Feature aus der Frühpension.
ELECTRONIC BEATS
Electronic Beats ist das internationale Musik-Programm der Deutschen Telekom und wird in Österreich vom Tochterunternehmen T-Mobile Austria unterstützt. Neben Live-Events in ganz Europa gehören zu Electronic Beats auch das vierteljährlich erscheinende (Musik- und Club-Kultur) Magazin, die Slices DVD- Reihe mit Insights aus der elektronischen Musikwelt sowie der Online- Bereich www.electronicbeats.net. Hier gibt es u.a. den Web- Channel EB-Video mit exklusivem Content der Live-Events und Künstler Features, ein Web-Radio und eine Radio-App mit einer Vielzahl an Mixen sowie alles rund um die Themen zeitgenössischer Club-Musik, Events, Kunst und Kultur.
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